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Schon in den 30Jahren war Fischen anerkannter Luftkurot

Die touristische Geschichte FischensDie touristische Geschichte Fischens

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Fischen im Allgäu hat nicht nur eine über 1150 jährige Historie, auch die touristische Geschichte geht nun schon auf knapp 130 Jahre zurück.

Um 1882 kamen die ersten Touristen nach Fischen, wobei zuvor schon einige Bergsteiger und Bergwanderer ihre Wochenenden in Fischen verbrachten.

Ende der 1880er Jahre kamen dann Skiläufer hinzu und es wurde der Verkehrs- und Verschönerungsverein gegründet. Dieser hatte die Aufgabe, den Ort den Bedürfnissen und Wünschen der Gäste anzupassen, Spazierwege zu bauen und die typische Allgäuer Gastlichkeit in Anzeigen wie der Münchner oder der Augsburger Tageszeitung zu bewerben. Zudem wurde in den Jahren darauf ein „Fischinger Führer“ sowie ein Fremdenblatt entworfen, welche aktuelle Informationen, Ausflugsvorschläge und Sehenswürdigkeiten beinhalteten. Diese Werbemaßnahmen führten 1898 zu einer Gästeankunftszahl von 107.


1914 tat der Ausbruch des 1. Weltkrieges den Übernachtungszahlen abrupten Abbruch. Nach Ende des Krieges und der Inflation konnte 1924 die erste Wintersaison verzeichnet werden und 1925 war die bisherige Höchstmarke von 2600 Gästeankünften erreicht, wobei in diesen Jahren der Preis pro Übernachtung bei 1,- bis 1,50 Mark lag.


In den kommenden Jahren führten weitere Bau- und Werbemaßnahmen zu einem extremen Anstieg der Übernachtungszahlen. Die Eröffnung des Schwimmbades und die Durchführung von Gästeehrungen trugen dazu bei, dass 109.821 Übernachtungen im Jahr 1934 gezählt werden konnten. Zudem durfte sich Fischen bereits in den 30er Jahren als „staatlich anerkannten Luftkurort“ bezeichnen.


Die folgenden Kriegsjahre steigerten die Übernachtungszahlen anfangs noch, da durch die Reiseorganisation „Kraft durch Freude“ viele Gäste nach Fischen kamen. Später aber sanken die Zahlen wieder erheblich, denn die Auswirkungen des 2. Weltkrieges waren nun auch im Oberallgäu deutlich zu spüren: der Verkehrsverein musste zwangsaufgelöst werden, zahlreiche Bürger mussten zum Kriegsdienst ausrücken und „[…] die meisten Stammgäste waren entweder tot oder verarmt […].“


In den folgenden Jahren normalisierte sich der Fremdenverkehr wieder und die Hörnertour wurde schon damals, vor allem im Winter, zum Highlight: Die Gäste reisten mit dem Zug an, wanderten nach Bolsterlang und von dort aus über die Hörnerkette nach Blaichach, wo sie dann wieder in den Zug einstiegen und nach Hause zurück fuhren. Um den Trend zum Skilaufen zu fördern, wurde 1953 der erste Skilift in Fischen errichtet und um den Gästen auch im Sommer Abwechslung bieten zu können, wurde am Weidach ein Sportplatz erbaut. Auch diese Aufwendungen wurden wieder belohnt, denn in der Saison 1957/58 konnte eine Rekordzahl von über 200.000 Übernachtungen verzeichnet werden.


1967 wurde Fischen in Kurbezirke eingeteilt: Fischen, Langenwang, Maderhalm und Berg als Kurbezirk I und Weiler, Höldersberg, Jägersberg und Kreben als Kurbezirk II. Um konkurrenzfähig zu bleiben und den steigenden Besucherzahlen Attraktionen bieten zu können, wurden im Winter 70/71 erstmals Langlaufloipen präpariert und im Sommer 1975 wurde der Auwaldsee zum Angeln freigegeben.

Außerdem schlossen sich in den 70er Jahren die Dörfer Fischen, Bolsterlang, Obermaiselstein, Balderschschwang und Ofterschwang zu der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe zusammen.


1989 wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Das Kurhaus Fiskina konnte unter Bürgermeister Toni Vogler fertig gestellt werden und bot nun Raum für allerlei Veranstaltungen und Feste.
Auf Grundlage des Zusammenschlusses der Gemeinden in den 70er Jahren zur "Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe" konnten sie sich Anfang des neuen Jahrtausends auch auf eine touristische Zusammenarbeit einigen. 2005 wurde die Tourismus Hörnerdörfer GmbH gegründet und die Dörfer wuchsen immer mehr und mehr zusammen, um im Jahr 2011 sogar erstmals ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis heraus zu bringen.

Diese Maßnahmen sind unumgänglich, um auch in Zukunft eine starke Tourismusregion zu bleiben und unseren Gästen weiterhin den gewünschten Komfort und die typische, altbewährte Allgäuer Gastlichkeit bieten zu können.